Sicher zur Schule – Alles was wichtig ist

Sicher zur Schule, ob zu Fuß, mit dem Roller, Fahrrad oder Auto – die wichtigsten Fragen zum richtigen Verhalten auf dem Schulweg

Der Schulanfang ist für Kinder der Start in einen neuen Lebensabschnitt. Aber auch auf die Eltern kommt jetzt einiges zu.

Warum die richtige Vorbereitung die halbe Miete ist und was Papa und Mama sonst noch wissen sollten.

Welcher Schulweg ist der Beste

Die kürzeste Strecke ist nicht immer die sicherste. Wichtig sind Fußgängerüberwege mit Ampel oder Zebrastreifen,breite Gehwege und Strassen mit möglichst wenig Verkehr. Das sollte man vorher unbedingt erkunden

Welches sind die größten Gefahren auf dem Schulweg?

Das Überqueren der Fahrbahn an ungesicherten und gefährlichen Stellen, z.B. zwischen parkenden Autos. Aber auch an Ampeln und Zebrastreifen müssen die Kleinen aufpassen.

Machen Sie Ihrem Kind klar:“Schau den Autofahrer direkt an, damit du erkennst, ob er dich gesehen hat!“

Eine weitere Gefahr – Bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit sehen Autofahrer weniger gut. Kinder mit reflektierender Kleidung oder Sicherheitswesten „leuchten“ bis zu 140 Meter weit.

Wie bereite ich meinen Nachwuchs am Besten auf den Schulweg vor?

Der Weg zur Schule sollte schon lange vor dem ersten Schultag immer wieder geübt und die Besonderheiten besprochen werden. Weil sich Kinder leicht ablenken lassen, bleibt antrainiertes Verhalten länger im Gedächtnis.

Eine tolle Übung: Tauschen Sie die Rollen und lassen Sie sich von Ihrem Kind erklären wie es richtig geht. Wichtig ist ein Bewusstsein für Gefahren entwickelt sich erst im Laufe der Grundschulzeit. Dann werden entsprechende Situationen im Straßenverkehr immer besser eingeschätzt.

Wie lange soll ich mein Kind auf dem Schulweg begleiten?

Ein paar Wochen sollten es schon sein, auf jeden Fall aber so lange, bis Sie das Gefühl haben, dass sich Ihre Tochter oder Ihr Sohn sicher fühlt und die Situation meistert. So schwer es fällt, ab dann sollten Sie den Kleinen vertrauen.

Wie nehmen sechsjährige den Straßenverkehr war?

Ganz anders als Erwachsene. Sechsjährige sind nicht in der Lage, das Geschehen auf der Strasse vollständig zu begreifen. Sie haben ein eingeschränktes Blickfeld und können Geräusche nicht eindeutig orten. Auf Grund Ihrer Größe fehlt ihnen der Überblick.

Sie glauben:“Wenn ich ein Auto sehe, sieht es mich auch.“ Entfernungen und Geschwindigkeiten einzuschätzen fällt ihnen ebenso schwer. Die Kleinen reagieren spontan und impulsiv, laufen einem Ball hinterher, der auf die Straße rollt. Außerdem brauchen Kinder in dem Alter länger, um falsche Entscheidungen zu korrigieren.

Kann mein Kind in der 1.Klasse allein mit dem Fahrrad zur Schule fahren?

Lieber nicht es soll doch sicher zur Schule kommen. Es ist besser die Radfahrausbildung in der Schule abzuwarten, sie findet meist in der 3.oder 4.Klasse statt. Vorher sind Kinder mit den schwierigen Situationen überfordert.

Ist es okay, wenn mein Kind mit dem Roller in die Schule fährt?

Für den Roller gilt: Die Kinder sollten den Schulweg erst zu Fuß trainieren, bis sie ihn mit allen Eigenheiten kennen. Voraussetzung ist natürlich auch, dass die jungen Fahrer den Roller beherrschen und nicht umgekehrt.

Es heißt, Kinder sollen nicht mit dem Auto zur Schule gebracht werden, Warum?

Neben dem Verkehrschaos, das Elterntaxis oft früh morgens vor Schulen anrichten, sprechen auch noch andere Gründe für das Gehen: Die Regeln des Straßenverkehrs werden schneller gelernt, die frische Luft macht fit, stärkt die Konzentration und das Kind kommt sicher zur Schule.

Für Eltern denen dabei (noch) nicht wohl ist, bilden Sie Fahrgemeinschaften mit Kindern aus der Nachbarschaft. Das macht Spaß und fördert das soziale Verhalten.

Wer das Auto nutzen muss: Lassen Sie das Kind ein Stück vor der Schule – immer zur Gehwegseite – aussteigen und wenigstens ein paar Meter zu Fuß gehen!

Quelle: ADAC Motorwelt, Petra Zollner

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